1 Was spare ich mit einer Wärmepumpenheizanlage?
Nahezu unschlagbar ist die Wärmepumpe bei den Betriebskosten. Berücksichtigt man, dass die Preise für fossile Energien wie Öl und Gas wohl auch in Zukunft wesentlich stärker steigen werden als für Strom, wird sich dieser Vorteil zugunsten der Wärmepumpe wohl noch stärker niederschlagen. Gerechnet für einen 4 Personen Hauhalt inkl. Brauchwarmwasserbereitung / 180 m2 Haus / Energiepreise Deutschland Stand: Dezember 2004.
2 Eine Wärmepumpe benötigt Strom zum Betrieb.
Wieso kann sie denn dann umweltfreundlich sein?
Wärmepumpen beziehen 2/3 der Energie aus der Umwelt und haben wohl das grösste CO2-Einsparpotential aller Heizsysteme. Würde man den Strom, der für den Betrieb des Verdichters benötigt wird, ausschliesslich aus regenerativen Quellen (z. B. Wasserkraft) beziehen, hat man im Prinzip eine „Null-Emissions-Heizung“.
3 Was kostet die Wärmepumpe im Vergleich zu anderen
Heizsystemen?
Auf den ersten Blick betrachtet, sind die Investitionskosten für eine Wärmepumpe höher als für ein traditionelles Heizsystem. Eine realistische Betrachtung (Gerätekosten plus Erschliessungskosten, Wartung etc.) spiegelt ein anderes Bild wieder.
4 Welche Förderung bekomme ich für meine Wärmepumpe?
Deutschland:
Eine Bundesweite Förderung gibt es nicht. Der Wärmepumpe ist es gelungen, sich ohne grosse staatliche Subvention am Markt durchzusetzen. Trotz allem wird der Einbau von Wärmepumpen in manchen Bundesländern, vor allem für die Modernisierung alter Heizsysteme honoriert. Auch regionale Energieversorgungsunternehmen geben finanzielle Anreize zum Einbau von Wärmepumpen. Finanzielle Unterstützung in Form zinsgünstiger Darlehen, bietet die KfW-Bank an.
Quellen: www.energiefoerderung.info www.kfw.de www.waermepumpe-bwp.deÖsterreich
Eine einheitliche Bundesförderung existiert nicht. Die Bundesländer fördern unterschiedlich. Bitte fragen Sie bei der jeweiligen Landesregierung bzw. bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt nach.
Quellen: www.eva.ac.at (Energieagentur Österreich)
Schweiz: Eine einheitliche Bundesförderung existiert nicht. Die Kantone fördern unterschiedlich. Bitte fragen Sie in der Umweltstelle des Kantons nach. Quellen: www.energie-schweiz.ch
5 Wo kann ich meine Wärmepumpe aufstellen?
Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ist sowohl eine Aussenaufstellung (Garten) als auch eine Innenaufstellung möglich. Sole/ Wasser-Wärmepumpen und Wasser/Wasser-Wärmepumpen benötigen einen frostfreien Aufstellungsraum. Da Häuser zunehmend ohne Keller gebaut werden und unsere Geräte flüsterleise Wärme produzieren, werden diese zunehmend in Wirtschafts- und Abstellräumen installiert.
6 Muss eine Wärmepumpenanlage regelmässig gewartet
werden?
Nein, Wärmepumpenanlagen sind so wartungsarm wie ein Kühlschrank. Beim nachträglichen Einbau im Modernisierungsfall enfällt unter Umständen sogar die Messpflicht des vorhandenen Kessels.
7 Wie hoch ist die Lebensdauer einer Wärmepumpen-
Anlage?
Die durchschnittliche Lebensdauer einer Wärmepumpe bei normaler Nutzung liegt zwischen 15 und 20 Jahren. Viele Wärmepumpen Anlagen laufen schon seit über 25 Jahren problemlos.
8 Wie laut ist eine Wärmepumpe?
Vergleichsweise leise gegenüber anderen Heizsystemen. Die neue Generation der Alpha-InnoTec Wärmepumpen arbeiten bedingt durch innovative Schallisolierung flüsterleise. Dies prädestiniert unsere Wärmepumpen auch für eine Montage auf der Wohnebene (Wirtschafts- oder Abstellraum).
9 Welche Wärmequelle ist für mich die Beste?
Dies Frage kann nicht auf Anhieb beantwortet werden und richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Nachfolgende Tabelle unterstützt die Entscheidung.
10 Kann eine Wärmepumpe mit einer Solaranlage kombiniert
werden?
Jederzeit. Die Wärmepumpe kann grundsätzlich mit allen Wärmeerzeugern kombiniert werden. Fraglich ist nur, ob dies energetisch sinnvoll ist. Wichtig ist: das die Einbindung in die Hydraulik nach unseren Vorgaben erfolgt.
11 Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Die Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser wird dem Verdampfer zugeführt. Dort wird sie (mit tieferem Siedepunkt) auf das Arbeitsmedium der Wärmepumpe übertragen. Dabei geht das Arbeitsmedium in einen dampfförmigen Zustand über. Dieser Dampf wird dann im Verdichter komprimiert und dadurch erhitzt. Anschliessend gibt der Dampf im Kondensator seine Wärme an den Wasserkreislauf des Heizsystems ab. Dabei wird das immer noch unter Druck stehende Arbeitsmedium wieder verflüssigt. Am Expansionsventil schliesslich wird der Druck abgebaut und der Wärmepumpen-Kreislauf beginnt von vorne.
12 Funktioniert meine Wärmepumpe auch im tiefsten Winter?
Selbst in Minusgraden steckt noch ausreichend Energie. Diese Umweltenergie pumpt die Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau um sie für Heizzwecke nutzbar zu machen. Unsere Luft/Wasser-Wärmepumpe funktioniert bei einer Aussenluft bis zu - 20 °C.
13 Wie gross muss eine Wärmepumpenanlage dimensioniert
werden?
Der Wärmebedarf des Gebäudes muss abgestimmt werden, unter Berücksichtigung des Warmwasserbedarfes und den Sperrzeiten des örtlichen EVU´s.
14 Brauche ich unbedingt einen Pufferspeicher für den
Betrieb einer Wärmepumpe?
Ein Pufferspeicher sollte grundsätzlich eingebunden werden, um ein Takten der Wärmepumpe in der Übergangszeit zu verhindern. Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen, um die Abtauenergie bereit zu stellen.
15 Welche Umwälzpumpen muss ich einsetzen?
Die Umwälzpumpe sollte von ihrer Leistung und Grösse auf die Druckverluste des Rohrnetzes ausgelegt werden.Drehzahlgeregelte UP´en dürfen nicht eingesetzt werden.
16 Muss ich bei der Aussenaufstellung das Heizwasser
mit Frostschutz füllen?
Nein. Ein Befüllen der Anlage mit Frostschutz ist nicht erforderlich. Eine Frostüberwachung erfolgt durch den Wärmepumpenregler
17 Benötige ich bei der Wärmepumpe einen Kondensatablauf?
Ja: Bei der Luft/Wasser-Wärmepumpe Nein: Bei Sole/Wasser-, Wasser/Wasser-Wärmepumpen
18 Welche Kosten enstehen bei Erschliessung der
Wärmequelle?
Sonde: ca. 30 - 50 Euro pro Meter Bohrung Erdkollektor: ca. 15 - 20 Euro/m2 (fertiggefüllt) jeweils regionale Unterschiede) Brunnen: ca. 100 - 150 Euro/m Luft: Kostengünstigste Variante
19 Wie verändern sich die Betriebskosten im Verhältnis
zur Vorlauftemperatur?
1 °C höhere Vorlauftemperatur => 2,5 % höhere Betriebskosten.
Hinweis: Am energetischsten sind deshalb Niedertemperatur-Heizsysteme (Fussboden- und Wandheizung).
20 Kann man bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe
Raumluft als Wärmequelle verwenden?
Nein. Der benötigte Luftvolumenstrom für die Wärmepumpe ist zu hoch.
21 Wie errechne ich die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpenanlage?
Es gibt zwei überschlägige Berechnungsverfahren: - zum einen die DIN 4701/10 - zum anderen die VDI-Richtlinie 4650
22 Wie hoch ist die Aufwandszahl einer Wärmepumpe?
Die Erzeugeraufwandszahl ist der Kehrwert der Jahresarbeitszahl und kann nach DIN 4701/10 errechnet werden.
23 Sind Wärmepumpen nur für den Neubau geeignet
oder kann man sie auch bei der Modernisierung einsetzen?
Eine umweltfreundliche Modernisierung mit der Wärmepumpe ist generell möglich. Unsere H-Serie mit 65 °C Vorlauftemperatur ermöglicht den Betrieb mittels Heizkörper. Um einen maximalen Wirkungsgrad sicherzustellen ist jedoch eine genaue Objektanalyse notwendig. Wenn möglich sollte geprüft werden, welche Vorlauftemperatur tatsächlich benötigt wird. Idealerweise sollte 1 Jahr im voraus die Heizkurve des vorhandenen Kessels so weit als möglich nach unten verstellt werden. Gleichzeitig müssen in den Referenzräumen die Thermostatventile ganz aufgedreht werden. In vielen Objekten hat sich hierbei herausgestellt, dass auch 55 °C ausreichend waren. Werden Vorlauftemperaturen grösser 65 °C benötigt, sollte die Gebäudehülle isoliert werden. In Ausnahmefällen muss auf eine Wärmepumpe verzichtet werden.
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