Taupunktwächter
Ein Taupunktwächter ist ein Sensor, der beim Kühlen mit der Wärmepumpe die Bildung von Kondenswasser verhindert. Er misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit, berechnet daraus den Taupunkt und greift ein, bevor sich Feuchtigkeit auf kalten Flächen niederschlägt.
So schützt er Flächenkühlungen wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung vor Nässe, Korrosion und Schimmel. Ohne diese Überwachung droht beim Kühlen über kalte Bauteile unkontrolliertes Tauwasser.
Der Taupunktwächter kurz erklärt
- Überwacht die Kondensationsgefahr beim Kühlen über Flächenheizungen
- Misst Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit und berechnet daraus den Taupunkt
- Greift ein, bevor die Oberflächentemperatur unter den Taupunkt fällt
- Schützt vor Feuchteschäden, Korrosion und Schimmel
- Wird meist am Heizkreisverteiler oder an der kältesten Fläche montiert
Wie funktioniert ein Taupunktwächter?
Der Taupunktwächter erkennt anhand von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wann Kondensation droht, und greift in die Kühlung ein, bevor Tauwasser entsteht.
Funktionsweise im Überblick:
- Ein kombinierter Temperatur- und Feuchtesensor erfasst die Bedingungen im Raum oder am Vorlauf.
- Die Regelung berechnet daraus den aktuellen Taupunkt.
- Nähert sich die Oberflächentemperatur dem Taupunkt, gibt der Wächter ein Signal.
- Die Regelung hebt die Vorlauftemperatur an, drosselt den Durchfluss oder schaltet die Kühlung ab.
- Sinkt die Gefahr, nimmt das System den Kühlbetrieb wieder auf.
Technisch schaltet der Wächter dabei meist einen potenzialfreien Kontakt, der die Kühlung direkt unterbricht oder die Meldung an die Regelung weitergibt. Gute Regelstrategien schalten nicht abrupt ab, sondern halten die Oberfläche mit einem kleinen Sicherheitsabstand oberhalb des Taupunkts.
Warum entsteht beim Kühlen Kondenswasser?
Kondenswasser entsteht, wenn eine Oberfläche kälter ist als der Taupunkt der umgebenden Luft. Der Wasserdampf in der Luft schlägt sich dann als Tauwasser auf dem Bauteil nieder.
Kühlt Luft ab, ohne dass ihr Feuchtigkeit entzogen wird, steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Am Taupunkt erreicht sie 100 Prozent, die Luft ist gesättigt und Wasser fällt aus. Je wärmer und feuchter die Raumluft, desto höher liegt der Taupunkt.
Raumklima | Taupunkt (ca.) |
22 °C / 50 % rel. Luftfeuchte | 11 °C |
24 °C / 60 % rel. Luftfeuchte | 16 °C |
26 °C / 60 % rel. Luftfeuchte | 18 °C |
26 °C / 70 % rel. Luftfeuchte | 20 °C |
Beim Kühlen über Flächenheizungen liegen die Vorlauftemperaturen häufig bei 18 bis 20 °C und damit nah am Taupunkt. Ohne Überwachung kann die Fläche zu kalt werden, sodass sich Feuchtigkeit niederschlägt. Genau hier setzt der Taupunktwächter an.
Wo wird der Taupunktsensor montiert?
Der Sensor gehört an die Stelle, an der zuerst Kondensat entsteht. In der Praxis ist das meist der Vorlauf am Heizkreisverteiler der Flächenkühlung.
Sinnvoll sind außerdem die kältesten Zonen eines Raums, etwa nahe großer Glasflächen oder in kühlen Boden- und Wandbereichen. Eine beliebige Platzierung irgendwo im Raum bietet dagegen kaum Schutz, weil die kritischen Flächen unbeobachtet bleiben.
Einsatzbereiche
- Fußbodenkühlung
- Wand- und Deckenkühlung sowie Klimadecken
- Passive Kühlung und aktive Kühlung mit Wärmepumpe
- Kühlung in Keller- und Technikräumen






