Umwälzpumpe

Eine Umwälzpumpe, auch Heizungspumpe oder Heizkreispumpe genannt, ist eine elektrisch betriebene Kreiselpumpe, die das erwärmte Heizwasser kontinuierlich zwischen dem Wärmeerzeuger und den Heizflächen im Gebäude zirkulieren lässt.

Sie erzeugt die notwendige Druckdifferenz, um das Heizwasser durch das gesamte Rohrnetz zu befördern, sodass alle Heizkörper oder Flächenheizungen mit ausreichend Wärme versorgt werden.

Ohne Umwälzpumpe würde das heiße Wasser im Kessel verbleiben und die Wärmeverteilung nur über natürliche Schwerkraft erfolgen, was in modernen Heizungsanlagen nicht mehr ausreichend ist.

Die Umwälzpumpe kurz erklärt

  • Transportiert Heizwasser zwischen Wärmeerzeuger und Heizflächen

  • Erzeugt Druckdifferenz für Wasserumwälzung im Heizkreislauf

  • Alte Pumpen verbrauchen bis zu zehnmal mehr Strom als moderne

  • Hocheffizienzpumpen passen Leistung automatisch an Bedarf an

  • Austausch amortisiert sich in zwei bis drei Jahren

Wie funktioniert eine Umwälzpumpe?

Die Umwälzpumpe arbeitet als Kreiselpumpe in Nassläuferbauweise und sorgt für den kontinuierlichen Umlauf des Heizwassers im Heizsystem.

Funktionsweise im Überblick:

  1. Ein Elektromotor treibt ein Laufrad an, das eine Druckdifferenz im Pumpengehäuse erzeugt.

  2. Diese Druckdifferenz setzt das Heizwasser in Bewegung und fördert es durch das Rohrleitungssystem.

  3. Das erwärmte Wasser wird vom Wärmeerzeuger zu Heizkörpern oder Flächenheizungen transportiert.

  4. Dort gibt es Wärme an den Raum ab, kühlt ab und fließt über den Rücklauf zurück.
  5. Der Kreislauf wiederholt sich kontinuierlich während des Heizbetriebs.

 

Energiebedarfsausweis für Wohngebäude

 

Damit der Wasserkreislauf zuverlässig funktioniert, muss die Umwälzpumpe eine ausreichende Förderhöhe bereitstellen, um Druckverluste durch Rohrleitungen, Ventile, Armaturen und Höhenunterschiede im Gebäude zu überwinden.

Umwälzpumpenarten

Umwälzpumpen unterscheiden sich vor allem in ihrer Regelungstechnik und Energieeffizienz. Je nach Pumpentyp variiert der Stromverbrauch erheblich, was sich direkt auf die Betriebskosten der Heizungsanlage auswirkt.

Ungeregelte Umwälzpumpen

Ungeregelte Umwälzpumpen arbeiten mit konstanter Drehzahl und laufen dauerhaft auf einer festen Leistungsstufe. Eine Anpassung an den tatsächlichen Wärmebedarf ist nicht möglich, wodurch sie besonders viel Strom verbrauchen.

  • Leistungsaufnahme: ca. 60–130 Watt

  • keine automatische Regelung

  • gelten als veraltet und ineffizient

Mehrstufig geregelte Umwälzpumpen

Mehrstufig geregelte Pumpen verfügen über mehrere manuell einstellbare Leistungsstufen. Sie bieten eine gewisse Anpassungsmöglichkeit, reagieren jedoch nicht automatisch auf veränderten Wärmebedarf.

  • Leistungsaufnahme: ca. 30–90 Watt

  • manuelle Einstellung notwendig

  • Leistungsstufe bleibt konstant

Hocheffizienzpumpen

Hocheffizienzpumpen passen ihre Drehzahl stufenlos und automatisch an den aktuellen Wärmebedarf an und sind die modernste Variante. Dank effizienter Motoren und digitaler Steuerung reduzieren sie den Stromverbrauch deutlich.

  • Leistungsaufnahme: ca. 3–25 Watt

  • Permanentmagnetmotor und elektronische Regelung

  • Wirkungsgrad: bis zu 70 %

ⓘ Der Energieeffizienzindex (EEI)

Der Energieeffizienzindex (EEI) ist das zentrale Vergleichskriterium für die Energieeffizienz von Umwälzpumpen. Je niedriger der EEI-Wert, desto geringer ist der Stromverbrauch der Pumpe. Alte ineffiziente Umwälzpumpen haben einen EEI von etwa 1,0 oder höher. Moderne Hocheffizienzpumpen erreichen einen EEI von etwa 0,20. Seit August 2015 darf die Pumpe maximal einen EEI von 0,23 haben.

Einsatzbereiche

  • Heizungsanlagen
  • Wärmepumpensysteme
  • Zirkulationssysteme für Wasser
  • Solarthermieanlagen
  • Industriebetriebe