Feinstaub
Feinstaub sind extrem kleine Staubpartikel, die so winzig sind, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Die Bezeichnung "PM" kommt vom englischen "Particulate Matter" (Schwebstoffe) und bezieht sich auf die Größe der Partikel. Die zwei wichtigsten Kategorien sind:
- PM10: Alle Partikel kleiner als 10 Mikrometer (das sind 10 Millionstel Meter) – ungefähr 1/7 der Dicke eines menschlichen Haars
- PM2,5: Noch feinere Partikel kleiner als 2,5 Mikrometer – etwa 1/30 der Haardicke
Weltweit wird versucht, die Feinstaubemissionen durch Heizen, Verkehr oder Industrie zu senken. Moderne Wärmepumpen mit Luftfiltern tragen dazu einen großen Teil bei.
Feinstaub kurz erklärt
- PM10 & PM2,5: Wissenschaftliche Größenkategorien für Staubpartikel
- Unsichtbar mit bloßem Auge, aber schädlich für Lunge und Herz
- EU-Grenzwert PM10: max. 40 µg/m³ Jahresmittel
- EU-Grenzwert PM2,5: max. 25 µg/m³ Jahresmittel
- Wärmepumpen-Filter können PM2,5 um bis zu 73% reduzieren
Woher kommt Feinstaub?
Die größten Emittenten von Feinstaub sind der Verkehr und die Industrie. Die winzig kleinen Partikel befinden sich in Abgasen, werden beim Reifenabrieb oder auch dem Bremsverschleiß freigegeben. Auch Heizungsanlagen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, setzen Feinstaub frei.
Oft unterschätzt werden dabei aber auch die Innenraumquellen. Kochen, Backen, Kerzenlicht und sogar normale Hausarbeit wirbeln Staub auf. Und auch in der Natur findet sich Feinstaub, etwa durch Pollen, Bodenstaub oder Schimmelsporen.
Gesundheitsrisiken durch Feinstaub
Feinstaub – besonders die kleinen PM2,5-Partikel – kann bis tief in die Lungenbläschen eindringen und sogar in den Blutkreislauf gelangen. Dies kann zu:
● Atemwegserkrankungen (Asthma, chronische Bronchitis)
● Herz-Kreislauf-Erkrankungen (erhöhtes Herzinfarktrisiko)
● Entzündungen in Lunge und Blutgefäßen führen
Die WHO warnt: Bereits unterhalb der EU-Grenzwerte kann Feinstaub Krankheiten auslösen. Nach der aktuellen WHO-Richtlinie von 2021 sollte PM2,5 höchstens 5 μg/m³ im Jahresmittel betragen – der EU-Grenzwert von 25 μg/m³ ist deutlich höher.
Aktuelle Grenzwerte für Feinstaub
Deutsche und EU-Grenzwerte (seit 2005/2015):
● PM10: 40 μg/m³ Jahresmittel, Tagesmittel 50 μg/m³ (max. 35 Überschreitungstage pro Jahr)
● PM2,5: 25 μg/m³ Jahresmittel (verbindlich seit 2015)
WHO-Empfehlungen (2021, deutlich strenger):
● PM10: 15 μg/m³ Jahresmittel, 45 μg/m³ Tagesmittel
● PM2,5: 5 μg/m³ Jahresmittel, 15 μg/m³ Tagesmittel
ⓘ Wärmepumpen erzeugen entgegen der Auffassung vieler Menschen selbst keinen Feinstaub. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Luftwärmepumpen mit modernen Filtersystemen reduzieren aktiv die Feinstaubbelastung, indem sie gefilterte Luft ansaugen und so die Innenraumluft kontinuierlich reinigen.
Tipps gegen Feinstaub zuhause
● Regelmäßiges Stoßlüften (3 bis 5 Minuten), besonders nach dem Kochen
● Hochwertige Luftfilter in Lüftungsanlagen und Wärmepumpen nutzen und regelmäßig wechseln
● Luftreiniger zusätzlich einsetzen, besonders in Allergiker-Haushalten
● Hausstaub reduzieren – regelmäßig staubsaugen mit HEPA-Filter und feuchte Tücher verwenden statt Wischen
● Kerzen und Räucherstäbchen meiden – diese erzeugen zusätzlichen Feinstaub






