Wartung Wärmepumpe - Das gilt es zu beachten

Müssen Wärmepumpen gewartet werden? Die kurze Antwort lautet: Ja.

So modern, effizient und unaufwändig Wärmepumpen auch sind - ganz ohne Wartungsarbeiten kommen sie trotzdem nicht aus. Wie jedes Heizsystem müssen sie gelegentlichen Checks und Reinigungsarbeiten unterzogen werden. Worauf es dabei ankommt, zeigen wir Ihnen hier im Ratgeber.


Exkurs: Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Die drei gängigsten Arten der Wärmepumpe sind:

Luftwärmepumpe

Entzieht der Umgebungsluft Energie und wandelt sie in Heizwärme um. Sie ist besonders beliebt, da sie ohne Bohrungen auskommt. Einfach zu installieren und ideal für Sanierungen.

Erdwärmepumpe

Nutzt das Erdreich als Energiequelle über Erdkollektoren oder Tiefensonden. Sie bietet sehr hohe Effizienzwerte, erfordert aber Erdarbeiten und Genehmigungen.

Brauchwasser-Wärmepumpe

Zur ausschließlichen Trinkwassererwärmung, meist als Ergänzung zu anderen Heizsystemen. Benötigt wenig Platz und kann mit Solarstrom kombiniert werden.

Muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Wer eine Wärmepumpe besitzt, möchte auch möglichst lange Freude an dem Gerät haben. Mit einer regelmäßigen Wartung der Wärmepumpe wird sichergestellt, dass diese stets in einem einwandfreien Zustand ist.

Patrick Pohl, Teamleiter Vertrieb Nord/West, alpha innotec Wärmepumpen

Wärmepumpen gelten als besonders langlebige und wartungsarme Heizsysteme. Dennoch ist eine regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb dringend zu empfehlen. Sie trägt maßgeblich dazu bei, die Energieeffizienz zu erhalten, frühzeitig technische Probleme zu erkennen und die Lebensdauer der Anlage deutlich zu verlängern. Nicht zuletzt sind viele Herstellergarantien an den Nachweis regelmäßiger Wartungen gebunden.

Die Vorteile einer Wartung auf einen Blick:

  • Höchste Energieeffizienz erhalten
  • Garantieansprüche sichern
  • Früherkennung von Störungen und Defekten
  • Längere Lebensdauer der gesamten Heiztechnik

Wann muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Die optimale Zeit für eine Wartung ist im Frühjahr oder Sommer, nach der Heizperiode. Die Anlage ist dann weniger ausgelastet, und eventuelle Mängel können rechtzeitig vor dem nächsten Winter behoben werden.

Bei Warmwasser-Wärmepumpen, die ganzjährig betrieben werden, empfiehlt sich die Wartung eher in verbrauchsärmeren Zeiten wie dem Spätsommer oder Herbst. Da sie regelmäßig für die Trinkwassererwärmung genutzt werden, sollten insbesondere Kalkablagerungen und die Hygienevorrichtungen regelmäßig überprüft werden.

Wartungsintervalle: Wie oft muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Wie oft die Wartung einer Wärmepumpe nötig ist, hängt von der Art der Wärmepumpe sowie vom Einsatzbereich ab. In vielen Fällen wird eine jährliche Inspektion durch den Fachbetrieb empfohlen. Welche Maßnahmen konkret durchzuführen sind, findest du in der Betriebsanleitung deiner Wärmepumpe.

In der Regel gelten aber mindestens folgende Wartungsintervalle:

Wärmepumpenart

Empfehlung

Hinweise

Luftwärmepumpe (Luft-Wasser-Wärmepumpe)

Jährlich

Reinigung außen, Schutzgitter prüfen

Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe)

Alle 1-2 Jahren

Druck & Frostschutz prüfen

Warmwasser-Wärmepumpe

Alle 2 Jahre

Entkalkung, Legionellenschutz beachten

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Jährlich

Brunnen prüfen und reinigen

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Die wichtigsten Wartungsschritte

Was wird bei der Wartung einer Wärmepumpe kontrolliert?

Geprüft werden u. a. Filter, Pumpen, elektrische Anschlüsse, Heizungswasser und die Steuerung – je nach Typ kommen zusätzliche Prüfpunkte hinzu, die vom Modell und vom Wärmepumpentyp abhängen. Generell lässt sich die Wartung aber in vier zentrale Bereiche unterteilen, die von geschultem Fachpersonal geprüft und dokumentiert werden sollten:

Allgemeine Arbeiten

  • Sichtprüfung auf äußere Schäden (Leck), Verschleiß oder Korrosion
  • Reinigung der zugänglichen Bauteile
  • Kontrolle von Schmutzfängern, Ventilen und Filtern im Heizkreis
  • Prüfung des Ausdehnungsgefäßes

Elektrik

  • Kontrolle der elektrischen Verbindungen und Sicherungen
  • Sichtprüfung auf Kabelschäden oder Korrosion
  • Prüfung der Umwälzpumpen auf Funktion

Flüssigkeitskreislauf

  • Überprüfung des Drucks im Heizkreislauf
  • Analyse der Heizungswasserqualität (z. B. pH-Wert, Leitfähigkeit)
  • Nachfüllen oder Austausch von Frostschutzmitteln (bei Sole-WP)
  • Prüfen der Kältemittel
  • Prüfung auf Undichtigkeiten oder Leckagen

Wärmepumpenregelung

  • Kontrolle und ggf. Anpassung der Heizkurve
  • Software-Updates und Funktionsprüfung der Steuerung
  • Überprüfung der Einstellungen (z. B. Zeitprogramme, Temperaturwerte)
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Artenspezifische Wartung

Je nach Bauart unterscheiden sich Wärmepumpen nicht nur im Betrieb, sondern auch bei der Wartung.

Wartung Luftwärmepumpe

Wartung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe

Diese Wärmepumpen gewinnen Energie aus der Außenluft. Damit das zuverlässig funktioniert, müssen folgende Punkte bei jeder Wartung beachtet werden:

  • Kontrolle der Zu- und Abluftkanäle auf Verschmutzungen oder Verstopfungen
  • Reinigung des Schutzgitters
  • Prüfung auf Eisbildung oder Feuchtigkeitsprobleme in der Außeneinheit
  • Funktion der Ventilatoren prüfen
  • Geräuschentwicklung kontrollieren (Lager, Schwingungen)


💡alpha innotec Tipp: Eine verunreinigte Luftzufuhr reduziert die Effizienz und kann zu Ausfällen führen. Regelmäßige Sichtkontrollen helfen, das zu vermeiden.

Wartung Erdwärmepumpe

Wartung einer Sole/Wasser-Wärmepumpe

Erdwärmepumpen beziehen ihre Energie über Erdsonden oder Kollektoren aus dem Boden. Bei der Wartung ist vor allem auf den Solekreislauf zu achten:

  • Kontrolle des Drucks im Solekreislauf
  • Messung des Frostschutzgehalts
  • Nachfüllen von Sole bei Bedarf
  • Beobachtung auf Druckverluste, die auf Undichtigkeiten hindeuten können
  • Inspektion der Wärmetauscher


💡alpha innotec Tipp: Ein kontinuierlich sinkender Druck ist ein Warnsignal – hier sollte sofort ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.

Wartung Brauchwasserwärmepumpe

Wartung einer Warmwasser-Wärmepumpe

Diese Geräte dienen ausschließlich der Trinkwassererwärmung. Hier sind folgende Wartungsschritte entscheidend:

  • Entkalkung des Wärmetauschers (v. a. bei hartem Wasser)
  • Kontrolle des Legionellenschutzes und Temperaturführung
  • Reinigung von Luftfiltern und Ansaugöffnungen
  • Prüfung der Temperatursensoren und Einstellungen
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Was kostet die Wartung einer Wärmepumpe?

Je nach Typ und Aufwand zwischen 150 und 300 Euro. Die genauen Wartungskosten variieren aber je nach Bauart, Anbieter und Umfang der Leistungen.

Wovon hängen die Kosten ab?

  • Wärmepumpenart
  • Zugänglichkeit der Anlage
  • Anfahrtskosten
  • Art der Messungen
  • Zusatzleistungen

Typische Kosten im Überblick

Wärmepumpenart

Durchschnittlicher Preis

Hinweise

Luft-Wasser

250–400 €

Geringerer Aufwand, regelmäßig nötig

Sole-Wasser (Erdwärme)

280–420 €

Soleprüfung und Frostschutz enthalten

Wasser-Wasser

250–400 €

Inkl. Brunnenkontrolle

Warmwasser

120–200 €

Einfacher Aufbau, aber Entkalkung nötig

 


💡alpha innotec Tipp: Ein Wartungsvertrag kann die Kosten für die Wartung deutlich reduzieren.

Der Wartungsvertrag für eine Wärmepumpe

Ein Wartungsvertrag für deine Wärmepumpe ist eine praktische Sache: Du zahlst eine jährliche Pauschale, dafür erfolgt die Wartung regelmäßig, ohne dass du jedes Mal extra einen Techniker beauftragen müsstest. So vergisst du die Wartung nicht, sparst dir die Suche nach einem Fachmann und kannst sicher sein, dass deine Wärmepumpe immer in einem guten Zustand ist.

Ein weiterer Vorteil: Bei einem Wartungsvertrag sind wichtige Leistungen wie beispielsweise die Anfahrt bereits inklusive. Wenn du einen Wartungsvertrag direkt bei uns abschließt, kannst du sichergehen, dass wirklich immer ein von alpha innotec autorisierter Techniker die Wartung durchführt.

Checkliste - Wartung einer Wärmepumpe

Ob du selbst vorbereiten möchtest oder einfach einen Überblick brauchst: Diese Checkliste zeigt, was bei der Wartung einer Wärmepumpe regelmäßig geprüft und ggf. durchgeführt wird.

Was Fachbetriebe prüfen

✅ Allgemeine Sichtkontrolle der Anlage (innen & außen)

✅ Prüfung und ggf. Reinigung von Filtern, Schmutzfängern und Ventilen

✅ Kontrolle von Umwälzpumpe, Ausdehnungsgefäß und Heizkreiskomponenten

✅ Messung des Drucks im Heizkreislauf und ggf. Nachfüllen

✅ Analyse der Wasserqualität (pH-Wert, Leitfähigkeit, Frostschutz)

✅ Prüfung der Regelung, Heizkurve und Temperaturführung

✅ Kontrolle aller elektrischen Anschlüsse und Sicherheitskomponenten

✅ Protokollierung aller durchgeführten Arbeiten

Was du selbst regelmäßig kontrollieren kannst

🔲 Ist das Außengerät frei von Laub, Schnee oder Verschmutzungen?

🔲 Funktioniert die Anzeige / Steuerung wie gewohnt?

🔲 Gibt es ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen?

🔲 Sind die Luftzufuhr- und Ausblasöffnungen frei?

🔲 Datum der letzten Wartung notiert?

Lebensdauer der Wärmepumpe

Eine fachgerecht installierte und regelmäßig gewartete Wärmepumpe kann 15 bis 20 Jahre oder sogar länger zuverlässig arbeiten. Entscheidend für die Lebensdauer sind nicht nur die Qualität der Anlage, sondern vor allem auch die Betriebsbedingungen, Wartungsintervalle und die Wasserqualität im Heizsystem.

Zustand der Anlage

Geschätzte Lebensdauer

Mit regelmäßiger Wartung

15–20 Jahre oder mehr

Ohne Wartung

Deutlich unter 15 Jahre, Risiko früher Ausfälle

Fazit

Auch wenn Wärmepumpen als wartungsarm gelten – ganz ohne Pflege geht es nicht. Eine regelmäßige Wartung durch qualifizierte Fachbetriebe sichert nicht nur Effizienz und Langlebigkeit der Anlage, sondern schützt auch vor unbemerkten Schäden und Garantieverlusten

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