Die Erdwärmepumpe: Ein Überblick über Funktion, Arten, Kosten & Genehmigungen
Wie cool ist das denn? Erdwärmepumpen schaffen es, die Temperatur im Erdreich klimafreundlich in thermische Energie zum Heizen und Kühlen zu verwandeln. Wie Erdwärmepumpen funktionieren, welche Vorteile aber auch Nachteile sie haben und bei welchen Bedingungen sie die ideale Heizung für dein Zuhause sind, erfährst du in unserem Überblick.
Das Wichtigste in 10 Sekunden
- Funktionsweise: Nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme (ca. 8–12 °C) und hebt sie mittels eines Kältemittelkreislaufs auf eine höhere Temperatur zum Heizen.
- Effizienz: Sehr hohe Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 4 und mehr, dadurch sehr niedrige Betriebskosten.
- Arten: Hauptsächlich werden Erdsonden (Tiefenbohrung) oder Erdkollektoren (flächenhafte Verlegung) zur Wärmegewinnung genutzt.
- Voraussetzungen: Ausreichend Grundstücksfläche (für Kollektoren) oder eine genehmigungsfähige Bohrung (für Sonden) sind erforderlich.
Was ist eine Erdwärmepumpe?
Eine Erdwärmepumpe ist ein nachhaltiges und umweltfreundliches Heizsystem, das die im Erdreich gespeicherte thermische Energie nutzt, um Gebäude zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen. Der technische Begriff lautet Sole-Wasser-Wärmepumpe, da eine frostsichere Flüssigkeit – die Sole – die Wärme aus dem Boden aufnimmt und zur Wärmepumpe transportiert. Dort wird die gewonnene Umweltwärme auf ein höheres, für Heizzwecke nutzbares Temperaturniveau angehoben.
Im Gegensatz zu fossilen Heizsystemen wie Öl- oder Gasheizungen, die Brennstoffe bei hohen Temperaturen verbrennen, arbeitet die Erdwärmepumpe emissionsfrei und benötigt lediglich Strom für den Antrieb des Kompressors und der Pumpen.
Was ist Sole?
In der Geothermie bezeichnet Sole ein Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel (meist Glykol). Diese Flüssigkeit zirkuliert in den unterirdischen Rohrleitungen (Sonden oder Kollektoren), nimmt die Erdwärme auf und transportiert sie zur Wärmepumpe. Das Frostschutzmittel verhindert das Einfrieren der Flüssigkeit im Winter und gewährleistet so einen ganzjährig zuverlässigen Betrieb.
Gibt es einen Unterschied zwischen Sole-Wasser-Wärmepumpe und einer Erdwärmepumpe?
Ja, den gibt es, obwohl die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden. Wie oben beschrieben, nutzt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe eine Flüssigkeit (Sole), die durch Erdwärmesonden oder Erdkollektoren zirkuliert, um Wärme aus dem Erdreich zu gewinnen. Als Erdwärmepumpe bezeichnet man hingegen alle Systeme, die Erdwärme nutzen. Neben Sole-Wasser-Wärmepumpen zählen dazu auch Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die Grundwasser als Wärmequelle nutzen.
Arten einer Erdwärmepumpe
Um die Wärme aus dem Erdreich zu gewinnen, gibt es zwei primäre Methoden: Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren. Beide haben spezifische Vor- und Nachteile und eignen sich für unterschiedliche Grundstücksbedingungen.
Erdwärmepumpen mit Erdsonden
Bei dieser Variante werden eine oder mehrere vertikale Bohrungen mit einer Tiefe von bis zu 100 Metern (in Einzelfällen auch tiefer) in den Boden eingebracht. In diese Bohrlöcher werden die Erdsonden – U-förmige Rohre – eingelassen, in denen die Sole zirkuliert. Ab einer Tiefe von etwa 10 bis 15 Metern herrscht eine nahezu konstante Temperatur von 8 bis 12 °C, was den Betrieb mit Erdsonden ganzjährig besonders effizient macht.
Wie tief muss gebohrt werden?
Die erforderliche Bohrtiefe hängt von der Heizlast des Gebäudes und der Wärmeleitfähigkeit des Bodens ab. Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt (kW) Heizleistung werden etwa 15 bis 20 Meter Sondenlänge benötigt.
Geeignet für:
- Grundstücke mit begrenzter Fläche
- Neubauten und sanierte Bestandsgebäude
- Gebäude mit hohem Wärmebedarf
Erdwärmepumpe mit Flächenkollektoren
Flächenkollektoren werden horizontal in einer Tiefe von etwa 1,2 bis 1,5 Metern unter der Erdoberfläche verlegt. Sie nutzen die oberflächennahe Erdwärme, die durch Sonneneinstrahlung und Regenwasser regeneriert wird. Die benötigte Fläche für die Kollektoren ist etwa 1,5- bis 2-mal so groß wie die zu beheizende Wohnfläche. Diese Fläche darf nach der Verlegung nicht mehr versiegelt oder tiefwurzelnd bepflanzt werden, um die Wärmeaufnahme nicht zu beeinträchtigen.
Geeignet für:
- Grundstücke mit ausreichend freier Fläche
- Neubauten mit geringerem Wärmebedarf
- Bauherren, die Tiefenbohrungen vermeiden möchten oder können
Alternative: Ringgrabenkollektor
Eine interessante Alternative stellt der Ringgrabenkollektor dar. Er ist eine Mischform aus Sonden und Flächenkollektoren. Dabei wird ein ca. 1,5 bis 2 Meter tiefer Graben ringförmig um das Haus oder entlang der Grundstücksgrenze gezogen, in den die Soleleitungen schlaufenförmig verlegt werden. Der Platzbedarf ist geringer als bei Flächenkollektoren, und die Kosten sind niedriger als bei einer Tiefenbohrung.
Alternative: Eisspeicher
Eine weitere, technisch anspruchsvolle Variante ist die Eisspeicher-Wärmepumpe (auch Eisheizung genannt). Hierbei wird ein unterirdischer Wassertank (Zisterne) mit etwa 10 m³ Fassungsvermögen in das Erdreich eingelassen.
Das Besondere: Das System nutzt nicht nur die Wärme des Wassers, sondern auch die Kristallisationswärme, die beim Gefrieren des Wassers zu Eis freigesetzt wird. Wenn ein Liter Wasser gefriert, gibt er etwa 0,1 kWh Energie ab – das entspricht der Energie, die benötigt wird, um einen Liter Wasser von 0 °C auf 80 °C zu erhitzen.
Einsatzgebiete einer Erdwärmepumpe
Erdwärmepumpen sind äußerst vielseitig und eignen sich für eine breite Palette von Anwendungen, sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich.
- Heizung: Die primäre Anwendung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe ist die Bereitstellung von Energie für die Heizung. Sie kann an gängige Heizsysteme wie Fußbodenheizungen oder konventionelle Heizkörper angeschlossen werden.
- Warmwasserbereitung: Zusätzlich zum Heizen kannst du eine Wärmepumpe auch zur Erwärmung des Warmwassers für das Duschen, Baden und Kochen nutzen.
- Kühlung: Viele Modelle kannst du im Sommer auch für die Kühlung deines Hauses einsetzen.
- Gewerbliche und industrielle Anwendungen: Sole-Wasser-Wärmepumpen finden auch in gewerblichen und industriellen Bereichen Anwendung, zum Beispiel zur Beheizung von Bürogebäuden, Produktionshallen oder Gewächshäusern.
- Schwimmbadheizung: Sole-Wasser-Wärmepumpen kannst du auch ideal als Pool-Wärmepumpe nutzen, da sie eine konstante Wassertemperatur mit hoher Effizienz aufrechterhalten.
Wie funktioniert eine Erdwärmepumpe?
Das Funktionsprinzip einer Erdwärmepumpe ist vergleichbar mit dem eines Kühlschranks – nur umgekehrt. Anstatt Wärme nach außen abzugeben, transportiert sie Wärme von außen nach innen. Dieser Prozess läuft in vier Schritten ab:
1 Wärmeaufnahme: Die in den Erdsonden oder -kollektoren zirkulierende Soleflüssigkeit nimmt die konstante Temperatur des Erdreichs (ca. 8–12 °C) auf und wird zur Wärmepumpe geleitet.
2 Verdampfen: In der Wärmepumpe überträgt die Sole ihre Energie in einem Wärmetauscher (dem Verdampfer) auf ein Kältemittel. Dieses Kältemittel hat einen sehr niedrigen Siedepunkt und verdampft bereits bei diesen geringen Temperaturen.
3 Verdichten: Der entstandene Kältemitteldampf wird von einem elektrisch angetriebenen Kompressor verdichtet. Durch den Druckanstieg erhitzt sich das Kältemittel stark (z. B. auf 60 °C).
4 Wärmeabgabe: Das heiße Kältemittelgas strömt zu einem weiteren Wärmetauscher (dem Verflüssiger). Dort gibt es seine Wärme an das Wasser des Heizsystems ab, das sich dadurch auf die benötigte Vorlauftemperatur erwärmt. Das Kältemittel kühlt ab, wird wieder flüssig und strömt durch ein Expansionsventil, das den Druck abbaut. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Welche Voraussetzungen bestehen für eine Erdwärmepumpe?
Bevor du dich für eine Erdwärmepumpe entscheidest, müssen einige grundlegende Voraussetzungen geprüft werden. Diese betreffen vor allem das Grundstück und die geologischen Gegebenheiten.
Grundstück und Platzbedarf
- Für Erdsonden benötigst du nur eine kleine Fläche für die Durchführung der Bohrung. Der Abstand zu Grundstücksgrenzen und benachbarten Gebäuden muss jedoch eingehalten werden (in der Regel mindestens 5 Meter).
- Für Erdkollektoren ist eine freie, unversiegelte Fläche erforderlich, die etwa das 1,5- bis 2-fache der zu beheizenden Wohnfläche beträgt.
Bodenbeschaffenheit
Die Art des Bodens hat einen entscheidenden Einfluss auf die Effizienz der Wärmegewinnung. Wassergesättigte Böden leiten Wärme deutlich besser als trockene. Ein geologisches Gutachten kann Aufschluss über die genaue Zusammensetzung und Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds geben.
Was bedeutet Entzugsleistung?
Die Entzugsleistung gibt an, wie viel Wärme pro Meter Erdsonde aus dem Boden gewonnen werden kann – je höher der Wert, desto kürzer kann die Bohrung ausfallen und desto effizienter arbeitet die Anlage.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Bodenarten sich wie gut für eine Erdwärmepumpe eignen und warum:
Bodenart | Eignung | Entzugsleistung | Warum ist dieser Boden gut/schlecht geeignet? |
Kies (wasserführend) | ⭐⭐⭐⭐⭐ Sehr gut | 65–80 W/m | Kies speichert viel Wasser in den Zwischenräumen und leitet Wärme hervorragend. Grundwasserführende Kiesschichten sind ideal, da das fließende Grundwasser ständig neue Wärme nachliefert. |
Lehm/Ton (feucht) | ⭐⭐⭐ Mittel | 40–55 W/m | Lehmige und tonige Böden haben eine mittlere Wärmeleitfähigkeit. Wichtig ist, dass sie feucht sind – trockener Lehm/Ton isoliert eher, als dass er Wärme leitet. |
Sandstein | ⭐⭐⭐ Mittel | 70–80 W/m | Sandstein kann je nach Dichte und Feuchte gut geeignet sein. Die Wärmeleitfähigkeit variiert stark je nach Gesteinstyp. |
Trockener Sand/Kies | ⭐ Schlecht | 20–35 W/m | Ohne Wasser sinkt die Wärmeleitfähigkeit drastisch! Trockene Böden wirken wie eine Isolierung. Hier müssten die Sonden deutlich länger sein, was die Kosten erhöht. |
Besondere Gegebenheiten
- Wasserschutzgebiete: In Trinkwasserschutzgebieten (Zone I und II) sind Bohrungen generell verboten. In Zone III sind sie oft unter strengen Auflagen möglich. Hier ist eine frühzeitige Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde unerlässlich.
- Hanglagen: Bohrungen an Hanglagen sind technisch anspruchsvoller und erfordern besondere Sicherungsmaßnahmen.
- Altlastenflächen: Auf Flächen mit bekannten Bodenverunreinigungen sind geothermische Bohrungen in der Regel nicht zulässig, um eine Verschleppung von Schadstoffen zu verhindern.
Gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Erdwärmepumpe
Die Erschließung von Erdwärme ist in Deutschland streng geregelt, um den Schutz des Grundwassers und des Untergrunds zu gewährleisten. Je nach Art und Tiefe der Bohrung sind unterschiedliche Genehmigungen erforderlich.
Genehmigungsverfahren im Überblick
Vorhaben | Zuständige Behörde | Erforderliche Maßnahme |
Erdkollektoren (bis 1,5 m Tiefe) | Untere Wasserbehörde | Meist nur Anzeigepflicht, keine Genehmigung |
Erdsonden (bis 100 m Tiefe) | Untere Wasserbehörde, Geologischer Dienst | Wasserrechtliche Erlaubnis, Anzeige nach LagerstG |
Erdsonden (> 100 m Tiefe) | Untere Wasserbehörde, Bergbehörde, Geologischer Dienst | Wasserrechtliche Erlaubnis, Anzeige nach BBergG, Anzeige nach LagerstG |
Unsere Tipps gegen rechtliche Stolperfallen
Beginne frühzeitig mit der Planung und kontaktiere die zuständige Untere Wasserbehörde bereits vor der Beauftragung eines Bohrunternehmens. Kläre, ob sich dein Grundstück in einem Wasserschutzgebiet befindet und welche Unterlagen (z. B. Lageplan, technische Beschreibung, geologisches Gutachten) für den Antrag benötigt werden. Ein zertifiziertes Bohrunternehmen ist Voraussetzung für eine fachgerechte Ausführung und die Genehmigung.
Vor- und Nachteile einer Erdwärmepumpe
Eine Erdwärmepumpe bietet zahlreiche Vorteile, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Eine sorgfältige Abwägung ist daher entscheidend.
Vorteile
- Sehr niedrige Betriebskosten: Durch die hohe Effizienz (JAZ > 4) sind die Heizkosten im Vergleich zu fossilen Systemen deutlich geringer.
- Hohe Effizienz: Die konstante Temperatur der Wärmequelle Erdreich sorgt für einen ganzjährig stabilen und effizienten Betrieb.
- Umwelt- und Klimafreundlichkeit: Der Betrieb ist vor Ort emissionsfrei. Bei Nutzung von Ökostrom ist die CO2-Bilanz hervorragend.
- Passive Kühlung im Sommer: Günstige und energiesparende Kühlfunktion möglich (insbesondere mit Erdsonden).
- Langlebigkeit und Wartungsarmut: Erdsonden haben eine Lebensdauer von über 50 Jahren. Die Wärmepumpe selbst ist ebenfalls sehr robust und wartungsarm.
- Geräuscharmer Betrieb: Die Wärmepumpe wird im Gebäude aufgestellt und hat keine Außeneinheit mit Ventilator, was den Betrieb praktisch geräuschlos macht.
- Wertsteigerung der Immobilie: Ein modernes und effizientes Heizsystem steigert den Wert des Gebäudes.
- Unabhängigkeit: du machst dich unabhängig von den Preisschwankungen für Öl und Gas.
Nachteile
- Hohe Investitionskosten: Die Anfangsinvestition ist durch die Erschließungskosten (Bohrung oder Erdarbeiten) höher als bei anderen Heizsystemen.
- Genehmigungspflicht: Insbesondere für Tiefenbohrungen ist ein behördliches Genehmigungsverfahren erforderlich.
- Platzbedarf: Für Erdkollektoren wird eine große, unversiegelte Grundstücksfläche benötigt.
- Nicht überall möglich: Geologische Bedingungen oder Wasserschutzgebiete können eine Nutzung ausschließen.
Was kostet eine Erdwärmepumpe?
Die Gesamtkosten für eine Erdwärmepumpe setzen sich aus den Kosten für das Gerät selbst, die Installation und die Erschließung der Wärmequelle zusammen. Die Erschließung macht dabei den größten Anteil aus.
Wärmepumpentyp | Gerätekosten | Installationskosten | Erschließungskosten |
Sole-Wasser-Wärmepumpe | 12.000 bis 18.000 Euro | 3.000 bis 7.000 Euro | 5.000 bis 10.000 Euro (Bohrung) |
Die laufenden Kosten setzen sich aus Stromkosten für den Betrieb und geringen Wartungskosten zusammen. Dank der hohen Effizienz amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten über die Lebensdauer der Anlage durch die deutlichen Einsparungen bei den Heizkosten. Die Amortisationszeit liegt, je nach Energiepreis und Förderung, oft zwischen 10 und 15 Jahren.
Aktuelle Förderungen für eine Erdwärmepumpe
Förderbaustein
Seit 21.07.2026
Grundförderung
30 %
Einkommensbonus
40 / 30 / 10 % (gestaffelt)
Klimageschwindigkeitsbonus
16 % (sinkt halbjährlich ab 01.02.2026)
Die Boni sind kumulierbar, der maximale Fördersatz ist jedoch auf 80 % gedeckelt. Die Beantragung erfolgt über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beauftragung des Unternehmens gestellt werden!
Unsere beliebtesten Erdwärmepumpen
Wartung der Erdwärmepumpe
Wie jede Wärmepumpe erfordert auch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe regelmäßige Wartung und Pflege, um eine optimale Leistung und Langlebigkeit zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Punkte zu beachten:
- Jährliche Inspektion: Es wird empfohlen, die Wärmepumpe einmal jährlich von einem qualifizierten Techniker überprüfen zu lassen. Dabei werden alle wichtigen Komponenten auf ihre Funktion und Effizienz geprüft.
- Kontrolle der Sole: Die Sole, die durch die Erdkollektoren zirkuliert, sollte in regelmäßigen Abständen auf ihre Konzentration und Qualität überprüft werden. Bei Bedarf muss sie erneuert oder aufgefüllt werden.
- Leckageprüfung: Eventuelle Lecks im Kältemittelkreislauf können die Effizienz der Wärmepumpe beeinträchtigen und müssen schnell behoben werden.
- Regelmäßige Entlüftung: Das Heizsystem sollte regelmäßig entlüftet werden, um eine effiziente Wärmeübertragung zu gewährleisten.
Durch regelmäßige Wartung und Pflege kannst du die Lebensdauer deiner Sole-Wasser-Wärmepumpe verlängern und ihre Effizienz auf einem hohen Niveau halten.
Die Erdwärmepumpe im Altbau
Der Einsatz einer Erdwärmepumpe im Altbau ist möglich, erfordert aber eine sorgfältige Prüfung. Mit dem folgenden 3-Stufen-Check kannst du die Eignung deines Gebäudes einschätzen:
1. Dämmstandard und Vorlauftemperatur
Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten, je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur des Heizsystems ist. Ideal sind Temperaturen unter 55 °C, optimal unter 45 °C. Prüfe daher den energetischen Zustand deines Hauses. Sind Dach, Fassade und Fenster ausreichend gedämmt? Eine einfache Methode zur Überprüfung: Drehe an einem kalten Wintertag (unter 0 °C) die Vorlauftemperatur deiner alten Heizung auf 55 °C. Wird das Haus trotzdem angenehm warm, sind die Voraussetzungen gut.
2. Heizkörper prüfen
Großfläche Heizkörper oder eine Fußbodenheizung sind ideal für den Betrieb mit einer Wärmepumpe. Alte, kleine Rippenheizkörper benötigen oft hohe Vorlauftemperaturen und sind ungeeignet. Ein Austausch einzelner Heizkörper gegen moderne Niedertemperatur-Heizkörper kann hier eine Lösung sein.
3. Hybridlösungen als Alternative
Wenn die Dämmung nicht ausreicht, um das Haus allein mit einer Wärmepumpe zu beheizen, kann eine Hybridheizung sinnvoll sein. Dabei deckt die Erdwärmepumpe die Grundlast der Wärmeversorgung, während ein vorhandener oder neuer Spitzenlastkessel (z. B. Gas-Brennwert) nur an extrem kalten Tagen zugeschaltet wird. Dies reduziert den Gas- oder Ölverbrauch drastisch und ermöglicht dennoch einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Erfahrungen mit der Erdwärmepumpe.
Erfahrungen mit der Erdwärmepumpe
Fazit
Die Erdwärmepumpe ist eine zukunftssichere, hocheffiziente und umweltfreundliche Heiztechnologie. Trotz der höheren Anfangsinvestition überzeugt sie durch extrem niedrige Betriebskosten, Langlebigkeit und die Möglichkeit zur passiven Kühlung.














