Eine Erdwärmepumpe kostet im Betrieb bei einer Wohnfläche von 150qm rund 60 bis 150 Euro Stromkosten pro Monat. Gemeint sind hier aber nur die laufenden Kosten. Wie hoch diese genau sind, hängt vor allem von deinem Wärmebedarf, der Jahresarbeitszahl deiner Anlage und deinem Strompreis ab.
👉 Wie viel die Anschaffung einer Erdwärmepumpe kostet, liest du im Ratgeber Erdwärmepumpe Kosten.
Das Wichtigste in 10 Sekunden:
- Monatliche Betriebskosten: ca. 0,40€ - 1€ pro qm, überwiegend Stromkosten.
- Faustformel: Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl, mal Strompreis, geteilt durch zwölf.
- Stärkste Effizienz: Erdwärme erreicht die höchste Jahresarbeitszahl aller Wärmepumpen, also den niedrigsten Stromverbrauch.
- Sommer fast gratis: Die Passivkühlung läuft nur über die Umwälzpumpe.
- Zwei Sparhebel: reduziertes Netzentgelt nach § 14a EnWG (110 bis 190 Euro pro Jahr) und ein Wärmepumpentarif.
Die monatlichen Kosten deiner Erdwärmepumpe kannst du ganz einfach berechnen. Als Grundlagen benötigst du deinen jährlichen Wärmebedarf, die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und deinen aktuellen Strompreis.
So rechnest du
Stromverbrauch pro Jahr = Wärmebedarf (kWh) geteilt durch Jahresarbeitszahl
Stromkosten pro Jahr = Stromverbrauch (kWh) mal Strompreis (Euro pro kWh)
Kosten pro Monat = Stromkosten pro Jahr geteilt durch zwölf, plus anteilige Wartung
Beispiel: 15.000 kWh geteilt durch 4,0 = 3.750 kWh Strom. Mal 0,28 Euro pro kWh = 1050 Euro pro Jahr. Geteilt durch zwölf = 87,5 Euro pro Monat.
Rechenbeispiele
Für ein Einfamilienhaus liegen die monatlichen Betriebskosten meist zwischen xxx und xxx Euro. Die Spanne kommt vor allem von der Wohnfläche und der Dämmung, denn beide bestimmen deinen Wärmebedarf.
Beispielhaus | Wärmebedarf pro Jahr | JAZ | Strompreis | Stromkosten pro Jahr | ca. Euro pro Monat |
|---|---|---|---|---|---|
Gut gedämmtes EFH | 9.000 kWh | 4,5 | 0,28 | 560 Euro | 47 |
Durchschnitts-EFH | 15.000 kWh | 4,0 | 0,28 | 1050 Euro | 87,5 |
Teilsaniertes EFH | 20.000 kWh | 3,8 | 0,28 | 1474 Euro | 123 |
Der Monatswert ist ein Durchschnitt fürs Budget. In der Realität verteilt sich der Verbrauch übers Jahr sehr ungleich.
Unser Wärmepumpenkostenrechner
Die monatlichen Kosten schwanken, weil die Temperaturen natürlich unterschiedlich sind. In der Heizperiode von Oktober bis März verbraucht deine Wärmepumpe deutlich mehr Strom als im Sommer. Selbst wenn du deine Wärmepumpe zur Kühlung einsetzt, liegt der Verbrauch immer noch deutlich unter dem Winterverbrauch.
Zeitraum | Anteil an den Jahreskosten |
|---|---|
Kernwinter (Dez bis Feb) | 55 Prozent |
Übergang (Okt, Nov, Mrz, Apr) | 35 Prozent |
Sommer (Mai bis Sep) | 10 Prozent |
Am meisten holst du über einen günstigen Stromtarif, ein reduziertes Netzentgelt und eine hohe Effizienz heraus.
- Reduziertes Netzentgelt: Als steuerbare Anlage bekommst du nach §14a EnWG dauerhaft einen Rabatt aufs Netzentgelt, pauschal etwa 110 bis 190 Euro pro Jahr
- Wärmepumpentarif: Ein eigener Tarif, oft mit separatem Zähler, ist meist günstiger als normaler Haushaltsstrom.
- Hohe Jahresarbeitszahl: Eine niedrige Vorlauftemperatur, eine passende Heizkurve und ein hydraulischer Abgleich drücken den Stromverbrauch.
- Eigener Solarstrom: Mit der Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe deckst du einen Teil des Bedarfs vom Dach und zahlst dafür nichts.
Fazit
Eine Erdwärmepumpe hat die niedrigsten und stabilsten monatlichen Kosten aller Wärmepumpen. Sie braucht dank hoher Jahresarbeitszahl wenig Strom und ist unabhängig von der CO₂-Abgabe. Mit einem Wärmepumpentarif und dem reduzierten Netzentgeld drückst du die monatliche Rechnung weiter nach unten.










